Na da freue ich mich doch schon drauf... Immer zu - gib mir bitte rechtzeitig Bescheid 
Gefräst ist bislang an den Teilen noch nichts. Die sind nur auf meiner Heim-Drehe gedreht. Die Drehe hatte mir meine Frau vor Jahren zum Burtseltag geschenkt (eine Bernardo Profi 450V), die ich seitdem um einiges erweitert habe. Darunter ein Kühlsystem, DRO (Digital ReadOut-Display mit Glasmessstäben) und Multifix-Schnellwechselsystem. Die Gute ist auf 5 Tausendstel genau...
Was du dort oben siehst, ist also alles konventionell hergestellt - bis auf das Tellerrad, das ist gekauft.
Dass der Differentialkörper problemlos auf das Tellerrad passt, brauche ich hier sicher nicht erwähnen. Die M4-Gewindebohrungen wurden dort ebenfalls bereits mit eingedruckt und mussten nur noch mit einem M4-Grundgeindebohrer nachgeschnitten werden.
Ich frage mich die ganze Zeit, warum ich davon kein Foto habe, aber es ist aus einem unerfindlichen Grund verschwunden. Im Inneren des Differentials sitzt bereits ein 608er Rillenkugellager, wodurch sich die Frage nach der 2ten Wellenlagerung erübrigt. Aber wie gesagt - Foto habe ich davon leider nicht.

Auf dieser Seite bleibt es bei VA-Schrauben nach DIN912. Platz ist genügend vorhanden und ich muss um den einen Millimeter mehr oder weniger nicht nennenswert feilschen. Auf dieser Seite ist das Diff dann auch schon einbaufertig.

Auf der anderen Seite wurden die DIN912 gegen DIN7991 ausgetauscht - hier leider tatsächlich aus platztechnischen Gründen. Aber nicht, weil im Modell nicht mehr genügend Platz zur Verfügung stehen würde, sondern weil ich die Hohlbuchse im Tellerrad, welche neben Drehmoment auch Druck- und Scherkräfte aufnehmen muss, nicht unnötig auf Länge belasten wollte. Zwischen den Lagersitzen des äußeren und inneren Kugellagers stehen gerade einmal 0,5mm Wandstärke - man soll sein Glück nicht herausfordern, präzisionsgefertigt oder nicht.

Ok - hätte auch einen Rundstahl nehmen können, wäre aber schwerer gewesen und auch die Oberfläche hätte nicht diese Rauhheit erreicht.
Auf meiner Drehbank kann ich Stahl mit Rz40 spanen, Aluminium geht hingegen bis Rz6,3.
Na dann mal - auf zur Passprobe im Getriebegehäuse...

Macht soweit einen guten Eindruck. Die Rillenkugellager passen schmatzend in die Lagersitze und schließen zu ca. 90% nach unten hin ab. Später wird der Deckel die Lager fest in die Lagersitze pressen und so eine absolute Spielfreiheit gewährleisten. Man möchte sich gar nicht ausmalen, wie lange ein 3D-gedruckter Lagersitz hält, wenn das Kugellager unter Hochbelastung darin herumklappert wie ein Igel im Kettenkarussell...

LG - Tenni