Zu allem Überfluss heißt diese Motorkonstante auch manchmal "spezifische Drehzahl" mit der Abkürzung ns, z.B. im DriveCalc.
Die Bezeichnung "spezifische Drehzahl" ist nicht überflüssig, sondern beschreibt die physikalische Eigenschaft des Motors, um die es geht; nämlich die Leerlaufdrehzahl pro Volt Betriebsspannung; bzw. daß die absolute Leerlaufdrehzahl proportional der Betriebsspannung ist. Das ist nicht anders wie bei vielen anderen technisch/wissenschaftlichen Größen, die man zweckmäßigerweise auch "spezifisch" (d.h. bezogen auf eine andere Größe) angibt.
Das Formelzeichen "ns" (mit dem "s" tiefgestellt) drückt das im deutschsprachigen Raum auch aus: "n" ist üblicherweise das Formelzeichen für eine Drehzahl, und der Index "s" steht üblicherweise für "spezifisch" (manchmal auch "spez" als Index statt nur "s").
Die Sprach- oder Schreibweise "xxxxkv" ist also grottenfalsch; etwa, wie wenn man bei einem Akku "xxxxU" oder "xxxxSpannung" sagen würde. Irrtümer und Fehlinterpretationen sind da geradezu programmiert. Leider ist das nicht mehr auszurotten, wie manches Andere im Modellbau auch.
Wäre noch nachzutragen:
"kv" kommt aus dem englischen Sprachgebrauch. "k" steht allgemein für einen Koeffizient (Beiwert), und "v" kommt von velocity = Geschwindigkeit. "kv" heißt also "Geschwindigkeitskoeffizient" oder korrekter "Drehzahlkoeffizient" oder "Drehzahlkonstante".
Wenig bekannt ist, daß der Kehrwert der Drehzahlkonstanten gleich dem "spezifischen Drehmoment" (= Drehmomentkonstante) ist; die Drehmomentkonstante gibt an, wieviel Drehmoment (gemessen in Nm) der Motor pro Ampere erzeugt.