Ich probiers mal mit einem Eigenbau...

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      Sehr geil!

      Das mit den Stützstrukturen ist ja noch im Rahmen. Bei meinem Viserion in 130cm Spannweite war ordentlich Abfalls. Wie du sagst in der Luft drucken kann man leider nicht.
      Wobei der Support ja vom Infill her und damit auch von der Masse recht gering ist.
      Traxxas Revo 2.5R (Brushless Umbau)
      FG Monstertruck 2WD (G295+JetPro)
      FG Monstertruck 4WD WB535 (Castle 2028@8S)
      Losi 5ive-T (ZTW Beast@10S)
      HPI Baja 5b (G320 + S.H. Customs pipe)
      Kyosho Mad Force Kruiser VE
      HPI Savage X 4.6
      Armattan Chameleon Ti 5" Copter + Beta75x Tiny Whoop
      Moin Friends,

      wird mal wieder Zeit für ein paar Späne:
      Auf der Heim-Drehe wurden aus S355-JR die Kardanknochen für die Gelenkwellen gedreht. Viel erzählen muss ich dazu denke ich nicht. Wer doch Fragen hat - gern stellen.

      Das Halbzeug: 18mm Durchmesser...




      Da meine mittlerweile 4 Drehmeißelsätze noch keinen Schlichtstahl vorsahen, habe ich mir noch einen bestellt - dazu 2 Sätze Wendeschneidplatten. Das Zeug ist nicht einfach zu bekommen - meine Maschine kann nur maximal 10x10mm Drehmeißel spannen...
      Aber - die neuen Wendeplatten waren so astireine, dass selbst Schrupparbeiten damit mühelos mit bestem Spanbruch (Krümelspäne) von der Hand gingen. Den Platten machte das nichts aus - sehr gute Qualität. Sind zwar von Ebay, bei dem Händler hatte ich aber auch bereits meine Wendeplatten für die Schruppstähle bestellt, sowohl für Stahl, VA als auch Alu - sehr gute Ware, nach 1 Jahr noch keine Platte defekt, trotz guter Nutzung. Sehr gute Standzeit... Findet man heute nicht mehr so oft, selbst bei Atorn nicht.




      Gedreht wurde hier von 2 Seiten - einmal mit dem linken Stahl, einmal mit dem rechten, Nur so war das Ausdrehen der Rückseite möglich. Ein Stechstahl hätte viel zu viel Gegendruck eingebracht - dann schwingt das Werkstück auf und schlägt die Wendeschneidplatte kaputt.




      Extra für diesen Zweck bestellt und sogar richtig Kohle bei losgeworden, denn ich wollte keine 2 Wochen auf das Werkzeug warten: Beim großen A für 60 bestellt - die Kugeldrehvorrichtung. Dafür musste ich aber auch erst eine Grundplatte herstellen, die das Gerät auf Nennhöhe bringt. Dazu wurde Aluminium verwendet, mit Draftsight gezeichet und anschließend mit EstlCAM die Fräsbahnen erstellt.




      Ja, sie ist nicht zu 100% kugelig, aber hey - war der erste Versuch. Der 2te wird besser...




      Hier seht ihr - sieht schon besser aus.
      Die Knochen wurden dann auf der CNC-Fräse mit 3mm-Bohrungen versehen. Auf der CNC-Fräse deshalb, weil ich dort auf 0,005mm genau den Mittelpunkt antasten kann. Von Hand unmöglich!




      In beiden Enden wurden dann noch 2,5mm-Bohrungen eingebracht und M3-Gewinde eingedreht. So muss ich die Mitnehmerachsen nicht einpressen oder verkleben, sondern kann sie ganz bequem mit einer Klemmschraube fixieren. Und ja - das hält...




      LG - Tenni
      Die Kardanknochen - was wäre die Welt, wenn immer alles sofort "glatt" gehen würde...
      Rein rethorische Frage - natürlich "langweilig"! So ging es diesmal auch nicht sofort glatt.
      Der erste Knochen war zu kurz - viiiiel zu kurz. Beim Aufmaßnehmen hatte ich den Bohrungskegel nicht berücksichtigt - das waren mal schlappe 6mm. 6mm machten hier eine Menge aus.
      Der 2te Versuch war hingegen zu lang - um 1mm. Zwar passte der Knochen, jedoch drückten die Kardanpfannen beim Einfedern auf die Knochenkugeln - an Federung war da nicht mehr zu denken. Das hätte mir das halbe Fahrwerk zerrissen. Man soll es nicht glauben, aber 1mm machte auch hier eine ganze Menge aus.
      Der 3te versuch wars dann...




      Heute bin ich übrigens beim Werkzeugwechsel an meiner 4-Achs CNC-Drehbank mit dem Inbusschlüssel abgerutscht und habe mir einen 1,1mm Nutstahl mit voller Klingenlänge in den Unterarm gerammt. Die Scheinerei war kaum zu übersehen - die Werkstatt sah aus, als wenn Jigsaw persönlich da durchgerannt wäre. Allerdings - Schmerzen hatte ich überhaupt keine, und dank Druckverband konnte es auch mit der Arbeit sofort weitergehen. Shit happens...

      Mal ein kleiner Blick über das Chassis.
      Irgendwas fehlt...




      Angedacht war ja ursprünglich, die Elektronik direkt zwischen beide Akkufächer zu packen. Habs kurzerhand verworfen, da zum einen an dieser Stelle recht viel Schmutz durchfliegen wird, zum anderen es handhabungstechnisch nicht unbedingt praktikabel ist. Der Ein-/Ausschalter sollte nicht zu tief sitzen, zusätzliche Elektronik wäre denkbar und müsste verstaut werden - der Motor selbst mit seiner drehenden Rotorglocke stellt eine gewisse Problematik dar.

      Aus diesem Grund habe ich mich zu einer RC-Platte entschieden, welche später zu einer Box nachgerüstet/aufgerüstet werden kann.
      Und so schaut sie aus:



      Es ist alles da: Einführoffnungen für die BEC-Stecker, Durchführungen für 4mm Goldies am Kopf, weitere Kabeldurchführungen.




      Ich hatte ein großes Problem:
      Jedes Mal, wenn ich die Lenkung betätigte, ging der Fahrregler mit seinem internen 5A BEC-Modul auf Störung und schaltete ab. Ein externes 8A BEC-Modul, welches zur Stromversorgung hinzugefügt wurde, konnte das BigBore-Servo ebenfalls nicht versorgen.
      Kurze Zwangspause also.

      Nach 2 Tagen trafen dann die neuen 12A BEC-Module ein (Amazon Prime). Habe das BEC des Fahrreglers abgekoppelt und sowohl Servo als auch Empfänger damit verbunden. Passte. Allerdings wurde der Empfänger sehr schnell sehr warm, was mir der Handsender lautstark mitteilte. Also alles so umgebaut, dass das interne BEC den Empfänger versorgt, das externe nur das Lenkservo. Passt für den Anfang - wird aber noch optimiert.




      Der Fahrregler sitzt genau über dem Antriebsmotor. Vorteil: Die Motorkabel können in einem eleganten Bogen direkt zum Motor geführt werden, ohne zu verdrillen oder die Motorglocke zu berühren. Damit sie nicht doch zufällig durchrutschen, hilft hier ein Tröpfchen dünnflüssiges CA.
      Des Weiteren konnte ich den Ein-/Aus-Drucktaster direkt neben dem Fahrregler aufkleben. Hinzu kam noch ein zusätzlicher Kippschalter zum Ein- und Ausschalten des BEC-Moduls.




      Wie ihr seht, werden alle Anschluss- und Steuerleitungen unterhalb der Montageplatte geführt. Ist zwar etwas umfangreicher vom Verdrahtungsaufwand her, jedoch empfinde ich es auch als wesentlich ansehnlicher.




      Unter der Montageplatte sind Halbösen eingelassen, welche der Kabelführung und Verzurrung dienen. So kann kein Kabel in die Wellenkupplung gelangen, welche direkt darunter läuft.
      Sieht hier noch etwas wirr aus, später wird aber alles ganz ordentlich und kompakt verschnürt sein.




      LG - Tenni
      Die erste Probefahrt...

      Leider konnte ich bislang noch kein Video anfertigen - das kommt aber noch, versprochen.
      Die erste Testfahrt fand mit 2x3S parallel statt. Das Ergebnis war schon gut - nicht müde, so richtig "agil" würde ich das Fahren aber auch nicht bezeichnen. Viel wichtiger war für mich die Frage: War der Antriebsstrang bzw. die Untersetzung richtig berechnet? Antwort: Ja, das war sie!

      Der Fahrregler hat 2 Stufen. Stufe 2 kann nur zünden, wenn Stufe 1 läuft. Das bedeutet - wenn ich aus dem Stand Vollgas gebe, fährt der Wagen nur mit 50% seiner Leistung, und das ist auch gut so. Ist der Wagen in Bewegung, zieht den Stick auf Neutral und gibt dann wieder Vollgas, gibt der Regler die gesamte Power frei.

      Testfahrt 2 war dann an 4S - sprich 2x2S in Serie. Das Ergebnis war schon beeindruckend, für ein gedrücktes Fahrzeug. Da klappert nichts, alles ist spurstabil und an 4S kratzt der Wagen bereits gut an. Loser Untergrund oder Wiese verleiten zum Driften, aber auch auf Rasengittersteinen klappte das sehr gut. Im Gegensatz zu 1:8er oder 1:10ern ließ sich der Drift jedoch extem gut steuern - kein Übersteuern, dass sich der Wagen um die eigene Achse dreht, obwohl man einen Drift steuern wollte, sondern volle Driftkontrolle. Das hatte ich so bislang nur bei 4x4ern.

      Jumps - bei mir auf dem Hof (3.000qm) gibt es ein paar kleinere Hügel, aber der nächste Spielplatz war nicht weit. Bis 0,5m Höhe übersteht der Wagen die Sprünge tadellos, sofern der Wagen beim Jump nicht seitlich wegzieht. Einmal war das passiert, da brach ein Traggelenk ab - war nicht schlimm und wurde verstärkt.
      Ansonsten macht die Kiste echt viel Laune. Keine Spur von irgendwelchen weißgesagten Lenkungsproblemen oder Problemen mit dem Antrieb. Bei der ersten Ausfahrt fraß nur das Differential fest, weil die Kegelräder innen Stahl auf Stahl gelagert waren. Wurde aber ausgedreht, Messingbuchsen eingepresst - passt wunderbar und läuft dauerhaft mängelfrei ;).


      Allerdings ist die Kiste mir noch ein wenig zu nackig, da fehlt noch etwas...
      Lampen zum Bleistift!

      Dazu habe ich mir was Besonderes überlegt, was dem Fahrzeug ein 80er-Flair verpassen dürfte...

      Am Anfang steht eine LED-Matrix, bestehend aus 3x2 Stück 5mm-LED's, eingefasst in einem Reflektorrahmen.




      Dazu gibts ein Gehäuse mit 2 Montageösen für M2 Schrauben am unteren Rand.
      Im Schnitt sieht man, wie die Matrix hier eingesetzt wird.




      Das geschlossene Gehäuse hat auf der Unterseite Schlitze für die LED-Anschlussbeinchen.




      Seltsame Lampen - müssten die Montagestützen nicht nach unten zeigen?




      Schon eigenartig. Aber vielleicht habt ihr ja eine Idee, wieso, weshalb und warum diese Halterungen so seltsam angeordnet wurden.
      Knobelt mal ein wenig mit, vielleicht schmettert mir einer von euch ja die Lösung hin ;).





      Ganz liebe Grütze - Tenni
      Der Kandidat hat 100 Punkte.
      Ganz genau so schaut es aus. Die Klappscheinwerfer sollen ja ordentlich aufklappen, ohne irgendwo anzuecken, allerdings möchte ich das Klappscharnier auch nicht direkt in die Haube einbauen - da würde es nämlich zu Problemen mit den Bohrungen kommen. Deshalb habe ich mir in stundenlanger Fummelarbeit eine Variante überlegt, wie der Scheinwerfer aufklappen kann, ohne mit der Abdeckung (meist hinten) an der Karosserie anzustoßen.

      Ich finde dieses Feature auch gar nicht mal so schlecht. So gibt die Kiste nicht sofort Vollgas, wenn man aus Versehen mal an den Stick kommt. Das Ganze lässt sich über eine Software auch noch programmieren und feineinstellen - sehr umfangreich das Ganze. Allerdings gibts für meine Regler diese Software nicht mehr, die hab ich aber zum Glück noch auf meinem alten Rechner.


      LG

      Neu

      Moin Freunde,

      ich mal wieder ;). Muss ja auch hier ein wenig weitergehen - hab aktuell viel mit Renovierung zu tun, das spannt extrem ein.

      Bevor ich an der gesamten Karosse herumwerkel, habe ich einen Teil davon ausgeschnitten und in einem neuen Programm eingebettet, in welchem ich nach Lust und Laune alles einbetten kann. Dazu zählt der Haubenausschnitt, welcher um 2 Halterungen erweitert wurde. Diese sollen dann später von oben durch die Karo hindurch mit M2 Senkschrauben befestigt werden.




      Eine Auflage an der Vorderseite verhindert das zu tiefe Eindrehen des Klappscheinwerfers und bietet zeitgleich auch eine Klapperfreiheit.




      Dann mal rein mit dem Burschen...








      LG - Tenni

      Neu

      Die ersten Testteile sind ausgedruckt. Einen Größenvergleich habe ich diesmal leider nicht. Nur so viel: Die kleinen Schrauben sind alle Größe M2...




      Die LED's sind in der Reflektormatrix eingesetzt, die Matrix im Gehäuse fest verschraubt.




      Auch die Scharnierböcke sind mit dem Teilausschnitt verschraubt. Dieser hat noch keine Wölbung wie die Motorhaube - das dürfte aber keine Nachteile auf die Funktion haben, weder jetzt noch später.




      Die Koppelstangen: Wenn die Böcke falsch herum eingesetzt werden, kann man den SW trotzdem montieren, aber er lässt sich weder vollständig öffnen noch schließen. Schon seltsam ;).




      Mal in der Seiteansicht geschlossen...




      ... und geöffnet.




      Bis hier hin: Ja, es funktioniert. Volle Bewegungsfreiheit - man könnte die Teile sogar lackieren, sie würden nirgendwo Farbe lassen...




      LG - Tenni