Beiträge von Camaro68

    Wow! Das Aggregat kann was! Mit den oben beschriebenen Einstellungen ging es eben nochmal auf die Piste. Einem leichten Stocken zu Beginn wurde mittels leichtem Reindrehen der LSN und schließlich auch der HSN entgegengewirkt. Danach ging der Savage ab wie ein Zäpfchen. Da ich das Modell nicht komplett auf Heavy Duty umbauen wollte, bevor der neue Motor einwandfrei funktioniert, und lediglich die Knochen und die Zahnräder ein Upgrade erfahren hatten (das Komplett-Set liegt aber schon bereit und wird alsbald verbaut), musste ich mich ein bisschen zügeln, aber es war schon deutlich der Leistungsunterschied zum 4.6 spürbar! Hin und wieder ist er noch ausgegangen, aber alles in allem war das eine sehr solide Vorstellung. Leider bin ich es vom 4.6er nicht gewohnt, Locklite an der Schraube der Kupplungsglocke zu verwenden. Der 5.9 hat nicht viel Zeit benötigt, mir diesen Fehler deutlich zu machen. Die Glocke ist fast einen Zentimeter nach vorne gerückt, wodurch das Zahnrad der Kupplungsglocke an der Innenseite nun mächtig angefressen aussieht. Besonders ärgerlich, da das die gerade erst gekaufte Rennkupplungsglocke war, von der ich nicht weiß, ob sie noch brauchbar ist (eher nicht).
    Dennoch: Abgesehen von diesem Verlust bin ich für's Erste ziemlich zufrieden mit den Einstellungen und restlos begeistert von der Motorpower.

    Nun, der Testlauf war weniger erfolgreich als erhofft, hat aber ein paar Erkenntnisse gebracht.

    Zunächst einmal bin ich nun überzeugt, dass die Einstellung zu fett war. Der Motor ist, wie bereits unter der Woche schon, bei den ersten Startversuchen gleich mehrfach abgesoffen, was auch zu der verwendeten Werkseinstellung passen würde, die ja grundsätzlich "zu" fett ist. Somit ist die Hauptdüsennadel nun ca. 1/2 bis 3/4 Umdrehung reingeschraubt. Etwas überraschender war für mich hingegen die Tatsache, dass der Motor erst startete, nachdem ich die LSN wieder auf die gestrige Einstellung, also deutlich reingeschraubt, gesetzt hatte. Keine Ahnung, ob das irgendwelche negativen Auswirkungen hat, aber auch hier deckt sich das Bild mit dem häufigen Absaufen des Motors.
    Mit diesen Einstellungen wollte ich dann eigentlich mal das Hochdrehen des Motors beobachten, doch leider machte sich dann die Tatsache bemerkbar, dass ich den Motorhalter nach wie vor mit nur zwei Schrauben befestigt hatte. Erst hat der gehalten, aber durch das permanente Rausdrehen der Glühkerze nach dem Absaufen, um den Sprit aus dem Motorraum zu bekommen, hat sich das Ganze dann an einem bestimmten Punkt bewegt und danach hielt der Motor nicht mehr richtig fest. Das machte sich zunächst daran bemerkbar, dass sofort nach dem Start der Glühkerzenstecker von der Kerze flog, was denk ich mal durch die Vibrationen verursacht wurde. Gleichzeitig ging der Motor beim Gasgeben nahezu sofort aus, was dann wohl an einer instabilen Verbindung zwischen Kupplungsglocke und Hauptzahnrad gelegen haben dürfte.
    Also nach Hause und Löcher in die Motorplatte gebohrt, um den Halter zu fixieren. Sehr viel schlauer bin ich damit leider nicht und ich weiß noch nicht, wann ich es wieder schaffe, den Truck erneut zu testen.

    Was den Roto Start angeht: Auf meinem steht "Roto Start" und es gibt definitiv welche mit dem Schriftzug "Roto Start 2". Der, welcher wie ein Akkuschrauber aufgebaut ist, heißt "Nitro Start" und lag meinem Savage X4.6 bei. Die beiden sind definitiv nicht kompatibel, da neben dem unterschiedlichen Kopf (dem Nitro Start fehlen die beiden Mitnehmerstifte am Wellenkopf) auch die Drehrichtung anders ist. Roto Start 1 und 2 unterscheiden sich nach allem, was ich weiß aber nur in der Drehzahl, was ja dem Motor nicht wirklich schaden kann, beim Seilzugstarter hast du ja auch keine Garantie auf eine festgelegte Drehzahl.

    So, nach einer Rundumüberprüfung kann ich Folgendes sagen: Dass die Hinterräder nicht mitgedreht haben, lag (kurioserweise genau wie bei meinem anderen Savage) an einem fehlenden Mitnehmerstift. Diesen habe ich vorhin gleich montiert. Ansonsten waren die Einstellungen wie folgt: Hauptdüsennadel war bündig (danke für den Hinweis, die Sache mit der Nut war mir nicht klar), Leerlaufschraube war und bleibt einige Umdrehungen drin (liegt daran, dass bei zu offener Leerlaufschraube beim Bremsen das Küken ein Stückchen weiter schließt), Low Speed Needle war etwas zu weit reingeschraubt, jetzt wieder bündig gedreht.
    Um die Uhrzeit ist das Testen etwas schwierig, aber morgen werde ich mal sehen, ob nun alles läuft. Ob es dann in erster Linie an der LSN oder an dem fehlenden Mitnehmerstift (der auch die Bremse beeinträchtigt hat, da sich der Mitnehmer bewegen konnte, was ein Verrutschen der (Alu)Bremsscheiben zur Folge hatte) lag, werde ich aber vermutlich nicht herausbekommen.

    Die Frage bzgl. des Roto Starts besteht allerdings weiterhin.

    Das 4.6er Video war ein komplett anderer Savage. Das hier ist mein "richtiger", der bislang ohne Probleme mit dem 4.6 Motor gelaufen ist und bei dem ich nun auf den größeren gewechselt habe. Meines Erachtens sind Gas- und Lenkgestänge in Ordnung und alles vollkommen leichtgängig. Die Frage mit den Vorder- bzw. Hinterreifen ist jedoch berechtigt. Das werde ich mir mal genau ansehen.

    Wenn ich also jetzt mal davon ausgehe, dass keine mechanischen Fehler da sind, kann mir denn trotzdem jemand anhand des Motorengeräusches sagen, ob der eher zu fett oder eher zu mager klingt?
    In Grundeinstellung befindet sich der Motor insofern bereits, als dass ichbislang nur die Hauptdüsennadel verändert habe.

    So, ich hab den Motor jetzt (abgesehen von den ersten 3 Tanks aufgebockt) heute zum ersten Mal ansatzweise gefahren. Nach viel Einstellarbeit (bin ich blöd oder lässt sich die Werkseinstellung der Hauptdüsennadel nicht so leicht auf Werkseinstellung wie beim 4.6? Da ist ja Werkseinstellung = Bündig, aber beim 5.9 gibt es kein bündig???) bleibt er jetzt auch an! Allerdings dreht er alles andere als sauber hoch. Beim ersten Gas bleibt er so gerade an, dann stottert er ne Weile und hinten raus macht er sich dann ganz gut. Mein Problem ist: Ich hab keine Ahnung, ob der zu fett oder zu mager eingestellt ist, denn bei fetterer Einstellung geht er viel schneller aus (was auf zu fett hindeutet), andererseits kommt keine allzu deutliche Wolke aus dem Reso (blau schonmal gar nicht). Ich hab mal ein Video gemacht. Vielleicht kann mir ja jemand anhand des Sounds sagen, welche Einstellung verändert werden muss.

    https://youtu.be/wlwipWX9xa0

    Noch eine allgemeine Frage zu dem Motor: Laut HPI-Page ist der K5.9 einzig mit dem Roto Start 2 kompatibel. Wie man sieht, nutze ich aber den Roto Start. Kann das dem Motor schaden oder ist die Herstellerangabe nur Geldmacherei, damit sich alle das neue Roto Start Modell zulegen?

    DANKE

    Und gleich ein Anschlussproblem:

    Bei einem kurzen Testlauf, um zu sehen, ob die Zahnräder sauber greifen und sich das Bohren lohnen würde, ging der Motor immer wieder beim Bremsen aus und drehte manchmal ohne Gasgeben hoch. Bei näherer Betrachtung ist mir dann Folgendes aufgefallen: Das Gas/Brems-Gestänge reibt leicht am Haltebügel des Chassis entlang und wird dadurch beim Zurückschwenken (also beim Vom-Gas-Gehen) abgebremst. Das führt dazu, dass der Vergaser nach dem ersten Gasstoß nicht ganz schließt und der Motor dementsprechend dauerhaft hochdreht. Ich nehme mal an, dass das Abstellen beim Betätigen der Bremse mit der Sache zusammenhängt und sei es nur, dass eine Einstellung dadurch nicht korrekt gewählt werden konnte.
    Da ich die mitgelieferten Servos verwende (die ja wohl nicht die Besten sind), wäre das Aufrüsten - ich dachte da an das Savöx SC-1256TG - eine Möglichkeit, da dem stärkeren Servo die Reibung vermutlich weniger ausmachen würde. Andererseits sollte sich das Gestänge aber auch so einstellen lassen, dass der Fehler nicht auftreten kann, oder? Wenn ich jetzt drüber nachdenke, ist mir ein ähnliches Verhalten, also dass das Küken nicht vollständig zurückschnellt, von dem vorher verbauten Motor bekannt, hat aber nie zu Problemen geführt, zumindest nicht so, dass ich diese damit verbunden hätte.
    Ansonsten könnte man noch über einen alternativen Haltebügel diskutieren, aber der vom Vorgängermodell aus Metall ist mir viel zu scharfkantig, da bevorzuge ich definitiv den aus Kunststoff. Hat jemand Erfahrungen mit diesem Problem?

    Ich habe nun den K5.9 im Savage X4.6 montiert und ziemliche Probleme mit dem Zahnflankenspiel. Zunächst haben die Zahnräder extrem blockiert, erst als ich den Motorhalter so weit verschoben habe, dass nur noch zwei Schraubgewinde über den Löchern liegen, liefen KG und HZR sauber in- und miteinander. So kann ich den Motor natürlich nur mit zwei Schrauben befestigen, was definitiv zu wenig Halt gibt.
    Gibt es vielleicht alternative Motorhalter für den Savage? Ich verwende aktuell den mitgelieferten, kenne ansonsten den aus Aluminium von Integy, aber bezweifle, dass der mehr Spiel liefert...
    Was ich noch nicht probiert habe, ist, den Motor selbst im Motorhalter zu verschieben, da ich die vier Schrauben nur ungern öfter als nötig löse, weil das Gewinde in dem gusseisernen Halter durch jedes Schrauben leidet. Kann vielleicht jemand aus Erfahrung bestätigen, dass die Löcher im Motor selber genügend Spiel liefern, als dass dies einen Versuch wert wäre?

    In dem Betroffenen ist kein RW-Modul, aber ich habe tatsächlich mittlerweile festgestellt, dass an der hinteren Getriebebox ein Gewindestift fehlt. Das erklärt, warum die vorderen Räder länger durchdrehen als die hinteren. Bin mir aber nicht sicher, ob das den fehlenden Vortrieb bei Bodenkontakt erklärt, da ja der Vorderradantrieb noch gegeben ist. Das werde ich erst wissen, wenn ich den Stift habe, den muss ich aber leider erst bestellen.

    Hallo, ich probiere gerade relativ viel rum mit verschiedenen Motoren in verschiedenen Modellen, die ich untereinander wechsle, daher lasse ich mal die Angaben zu Motor, Chassis und sonstigem weg, die spielen eh keine große Rolle, da es mir eher um eine Verständnisfrage geht. Es handelt sich aber jeweils um Savages.
    Und zwar hatte ich jetzt zweilmal das Problem, dass die Reifen trotz angepasster Leerlaufdrehzal heftig durchdrehen, wenn das Modell aufgebockt ist. Stelle ich dieses aber auf den Boden, bleibt es stehen - während jedoch Kupplungsglocke und Hauptzahnrad weiter wie wild drehen. Logischerweise ist bei diesen Voraussetzungen nicht an ein vernünftiges Einstellen des Motors zu denken, er bewegt den Wagen auch nur widerwillig, wenn Gas gegeben wird, bevor er absäuft, beim Bremsen geht er sofort aus. Aber um diese Dinge geht es mir gar nicht, das lässt sich ja einstellen, sobald Kupplung und Getriebe funktionieren.

    Mein Verständnisproblem ist jetzt folgendes: Dass die Kupplunsglocke sowohl aufgebockt als auch bei Bodenkontakt durchdreht, könnte ja daran liegen, dass die Kupplungsbacken schleifen oder sonst ein Problem verursachen. Nur, falls dem so sein sollte, warum bewegt sich das Modell dann am Boden nicht vorwärts? Schließlich dreht sich ja auch das Hauptzahnrad (logischerweise, wenn sich die Kupplungsglocke dreht).

    Also habe ich doch in jedem Fall zwei Fehler, nämlich eine Kupplungsglocke, die dreht, wo sie nicht drehen sollte und ein Hauptzahnrad (bzw. ein Getriebe), das keinen Vortrieb verursacht, obwohl es dreht. Ist da jetzt einfach ganz plump beides fehlerhaft oder gibt es eine ganz andere Erklärung, die mir noch gar nicht in den Sinn kommt?

    Hm, das ist gut zu wissen, auch wenn ich nach wie vor an einer Antwort auf meine eigentliche Frage interessiert bin! Wobei auch zu klären wäre, ob die von dir beschriebenen Karren auch die Dinge tun, die meine aushalten müssen... Und was das Nur-tauschen-was-kaputt-geht angeht, bin ich der falsche Ansprechpartner, da ich lieber alte Teile in selbst zusammen gebauten Autos verwende (die dann peu a peu aufgerüstet werden) statt zuzugucken, wie die Teile in ihr vorherbestimmtes Schicksal ballern

    Ja, dass diese Knochen zum Heavy Duty Antriebsstrang gehören war ja soweit klar. Gefragt war aber eigentlich nach einer Liste aller Bauteile, die gegenüber dem Standard-Savage gegen Heavy Duty Teile getauscht werden sollten.

    Mal unabhängig davon, welchen Motor man einbaut: nochmal die Frage nach dem Antriebsstrang bei mehr Leistung. Also, ich habe sowieso schon das Heavy Duty HZR, die Kupplungsglocke gibt es ja nur in der Variante, muss also auch nicht getauscht werden (auch wenn meine nächste eine Rennkupplung wird, wegen der besseren Sichtbarkeit des Kupplungsbackenzustandes). Knochen habe ich mal nen silbernen montiert, nachdem einer einen Sprung nicht überlebt hatte, der andere ist noch der Serienmäßige. Wie sieht's mit den Radachsen aus? Die werden zumindest im K5.9-Manual nicht explizit erwähnt. Aber es gibt ja dieses Antriebsachsen-Komplett-Set, wo dann auch noch Diffmitnehmer dabei sind. Sind all diese Teile zwingend auszutauschen (wenn man nicht nach zwei Tanks die alten zerstört haben will, versteht sich - ne weile werden die einfachen Bauteile ja auch halten) und gibt es noch weitere, die man aufrüsten sollte?

    PS: Gibt es einen definierbaren Unterschied zwischen Heavy Duty und Super Heavy Duty?

    Ja, die Kerze ist in Ordnung. Wenn da das Problem lag, dann war die Kerze nicht fest genug eingedreht, was ich allerdings für die unwahrscheinlichste der drei Möglichkeiten halte. Wird eher die Dichtung sein (kann man den Defekt sehen?) oder war wirklich eine Schraube locker geworden.

    Okay, das klingt natürlich schon etwas anders. Danke für die Erklärungen. Wenn mein Motor hinüber ist und ich die Wahl zwischen zwei baugleichen zu unterschiedlichen Preisen habe, ist ja klar, was ich mache. Nichtsdestotrotz würde ich aber meinen 4.6, solange er läuft, nicht gegen einen anderen 4.6 austauschen, da spielt ja der Spaßfaktor einfach auch eine Rolle und dann sollten es halt schon ein paar zusätzliche Kubik. So einfach aus Prinzip 8) Aber davon abgesehen hast du natürlich vollkommen recht!

    Um Gottes Willen, um nicht überzeugt vom LRP zu sein, hätte ich mich ja erst einmal näher mit ihm beschäftigen müssen. Was ich zu gegebener Zeit auch tun werde. Wie gesagt, ich kann mir ja absolut vorstellen, dass die von dir genannten Motoren gleichwertig oder meinetwegen auch besser als der 5.9 sind. Nur gebe ich auf Sprüche wie "steht dem HPI in nichts nach" oder "ist nicht mit dem HPI zu vergleichen" (frei zitiert) nun mal nichts. Wenn es einhellige Meinung ist, dass HPI-Motoren (bei offenbar zum Teil höheren Preisen gegenüber z.B. LRP) nichts taugen (so wie es das zweite Zitat ja durchaus suggeriert), dann wundere ich mich, dass HPI und der Savage einen solchen Status besitzen, was ja denk ich mal unstrittig der Fall ist.
    Ich habe den Eindruck, ohne jetzt gezielt dich damit zu meinen, dass viele aus Prinzip für oder gegen eine Marke argumentieren (das kenne ich von Diskussionen um die besten Werkzeughersteller nur zu gut - da ist jeder auch immer felsenfester Verfechter seiner Marke), dabei interessiert mich einfach, wo im objektiven Vergleich die Stärken und Schwächen des jeweiligen Motors liegen und das nicht im Grenzbereich, den ich mit meinen bescheidenen Fahr-, Tuning- und Einstellkünsten ohnehin nie betreten werde.